Wieviel

Wieviel kostet anwaltliche Hilfe?

Die klassische Antwort: Das kommt darauf an.

Es soll offen angesprochen werden: Rechtsanwälte leisten Rechtsrat gegen Entgelt.
Die Vergütung richtet sich zunächst danach, ob das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder eine individuell getroffene Vergütungsvereinbarung angewendet werden.

Das RVG bestimmt, daß der Rechtsanwalt für einen Rat oder eine Auskunft, die nicht mit einer anderen Tätigkeit zusammenhängen, für ein schriftliches Gutachten oder die Tätigkeit als Mediator auf eine Vergütungsvereinbarung hinwirken soll.
Das heißt, bereits für die erste Beratung ist in der Regel eine Vereinbarung zu treffen, denn das RVG selber hält für diese Tätigkeiten keine Regelung bereit.
Wird keine Vereinbarung getroffen, richtet sich die anwaltliche Vergütung nach den Regeln des bürgerlichen Rechts. Es gilt dann die übliche Vergütung als vereinbart bzw. der Anwalt bestimmt die Vergütung nach billigem Ermessen. Ist der Mandant Verbraucher im Sinn von § 13 BGB, begrenzt des RVG lediglich die maximale Höhe der Vergütung für ein erstes Beratungsgespräch auf EUR 190,00, für die gesamte Beratung oder Ausarbeitung eines Gutachtens auf EUR 250,00 jeweils zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.
Diese Art der Regelung führt zu Unsicherheiten auf Seiten des Mandanten als auch auf Seiten des Anwalts. Deshalb legt die Kanzlei Kohl-Quabeck im Bereich Beratung, Auskunft, schriftliches Gutachten und Mediation Wert auf den Abschluß einer Vergütungsvereinbarung.

Für alle anderen Tätigkeiten wie z. B. Vertretung des Mandanten in seinen rechtlichen Angelegenheiten oder Mitwirkung bei der Gestaltung eines Vertrages hält das RVG Regelungen zur Berechnung der anwaltlichen Vergütung bereit.
Generelle Aussagen zur Höhe der Vergütung lassen sich allerdings nicht machen. Hier kommt es auf den Einzelfall an. Denn die Berechnung hängt beispielsweise von der Höhe des sog. Gegenstandswertes ab, von der Art und dem Umfang der anwaltlichen Tätigkeit sowie der Schwierigkeit der Sache.
In vielen Fällen ist die Anwendung des RVG für beide Seiten, sowohl für den Mandanten als auch für den Anwalt, die richtige Wahl zur Vergütungsberechnung. Es ist eine verläßliche Grundlage, die Höhe der Vergütung ist in gewissem Rahmen vorhersehbar.
Je nach Lage des Falles, ist es aber auch hier sinnvoll, eine individuelle Vereinbarung über die Vergütung zu treffen.

Die Vergütungsvereinbarung enthält einen Stundensatz, kann in geeigneten Fällen eine Pauschale oder - soweit das RVG Regelungen bereithält - einen individuell festgelegten Gegenstandswert beinhalten.
Sofern das RVG eine Regelung der Vergütung für die abzurechnende Tätigkeit bereithält und die sich daraus ergebende Vergütung höher ist als die sich aus Vereinbarung ergebende, gilt die Abrechnung nach RVG. 

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